Pages Menu
TwitterRssFacebook
Categories Menu

Die private Krankenversicherung – gibt es keinen Weg zurück?

Die PKV wird für immer mehr Menschen attraktiver. Es ist ein fast schon alltägliches Bild in den Praxen der Ärzte, dass Privatversicherte nicht nur schneller einen Termin bekommen sondern zusätzlich dazu meist keine Wartezeiten haben. Hier lesen sie mehr über die Vorteile und die Nacheile der PKV. Ein Traum für jeden gesetzlich Versicherten, der schon einmal – trotz Termin – mehrere Stunden in der Praxis gesessen hat. Die Vorteile der privaten Krankenversicherung lassen sich daher nicht von der Hand weisen. Neben der Möglichkeit, sich eigene Pakete nach den persönlichen Bedürfnissen zusammenstellen zu können, legen auch noch immer viele Ärzte großen Wert auf ihre Privatpatienten. Der Wechsel ist schnell vollzogen. Was jedoch viele Menschen noch zögern lässt: Der Rückweg in die Gesetzliche ist meist verbaut. Oder doch nicht?

Ein Versprechen für die Ewigkeit?

Ist die private Krankenversicherung wirklich ein Knebelvertrag, aus dem es kein Entkommen gibt? Nach wie vor glauben viele Menschen, dass der Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung nicht möglich ist. Tatsächlich ist es nicht so einfach, wie viele sich diese Möglichkeit erhoffen. Dennoch gibt es durchaus Wege zurück. Diese Möglichkeiten haben Privatversicherte, um den Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung zu vollziehen.

Der Verzicht auf Gehalt

Es ist nicht notwendig, eine bestimmte Zeit gar kein Gehalt mehr zu beziehen. Es gibt jedoch ein Jahresbruttogehalt, das dazu verpflichten kann, sich in der privaten Krankenversicherung zu versichern. Dieses liegt bei rund 51.000 Euro brutto im Jahr. Wer zurück in die gesetzliche Krankenversicherung möchte, der muss ein gesamtes Jahr lang unter dieser Gehaltsgrenze liegen. Interessant ist das vor allem für Versicherungsnehmer, die möglicherweise ihre Stundenanzahl senken möchten. So entscheiden sich viele ältere Menschen, vor dem Ruhestand bereits die Stundenanzahl zu senken und verzichten damit auch auf einen Teil ihres Gehaltes. Nach einem Jahr geringerem Bruttoverdienst, müssen die gesetzlichen Krankenversicherungen den Antragsteller wieder aufnehmen.

Zurück in die Festanstellung

Anders ist es bei Freiberuflern und Selbstständigen. Diese haben oft ein deutlich geringeres Einkommen und können dennoch nicht einfach so wechseln, wenn sie sich einmal für die private Krankenversicherung entschieden haben. Hier hilft es tatsächlich nur, wieder in die feste Anstellung zu gehen. Wichtig dabei zu wissen: Die feste Anstellung muss die Haupteinnahmequelle sein. Es ist nicht möglich, lediglich für ein paar Stunden einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachzugehen und weiter den Hauptverdienst über die Selbstständigkeit einzufahren. Für Selbstständige, die wenig Gewinn haben, ist daher die Rückkehr in die Festanstellung oft unumgänglich.

 

PKV für Senioren

PKV-Senioren

digit1

Anders ist es bei Senioren, die das vollendete Alter von 55 Jahren erreicht haben. Ab diesem Alter sind gesetzliche Krankenversicherungen in keinem der Fälle mehr zur Aufnahme verpflichtet und lehnen diese meist auch ab. Hier ist es dann nur möglich, in der privaten Krankenversicherung den Tarif zurückstufen zu lassen und sich somit rein für den Basistarif zu entscheiden. Auch bei dem Basistarif müssen die Kosten komplett selbst getragen werden. Wer also von der privaten zurück in die gesetzliche Krankenversicherung möchte, sollte sich vor dem Erreichen dieser Altersgrenze dazu Gedanken machen und den Wechsel in Angriff nehmen. Nur dann stehen die Chancen für den Versicherungsnehmer auch wirklich gut.